Was sind Freispiele?
Die Grundlagen: die zwei Arten, die drei entscheidenden Kennzahlen und die Formel Hausvorteil × Umsatzfaktor, mit der du den erwarteten Verlust einer Umsatzbedingung selbst ausrechnest.
Ratgeber · Grundlagen und Begriffe
Bonusbedingungen sind absichtlich unübersichtlich. Hier steht in verständlicher Sprache, was die Begriffe bedeuten, welche Zahlen zählen und wie du ein Angebot selbst einschätzt – ohne uns glauben zu müssen.
Anleitungen
Die Grundlagen: die zwei Arten, die drei entscheidenden Kennzahlen und die Formel Hausvorteil × Umsatzfaktor, mit der du den erwarteten Verlust einer Umsatzbedingung selbst ausrechnest.
Trag Einzahlung, Bonus, Umsatzfaktor und Deckel ein und sieh sofort, wie viel Umsatz nötig ist, was das Umsetzen kostet und was übrig bleibt. Die vier geprüften Anbieter lassen sich per Klick laden.
Was 40× wirklich bedeutet, worauf sich der Faktor bezieht und wo die Kippstelle liegt, ab der die Mathematik gegen dich arbeitet. Mit Tabelle für alle gängigen Werte.
Welche Dokumente verlangt werden, wie lange die Prüfung dauert, welche Limits gelten und die fünf häufigsten Gründe, warum eine Auszahlung hängen bleibt. Mit Checkliste.
Unser Prüfschema offen gelegt: sechs Kriterien mit fester Gewichtung, die Notenskala, unsere Quellen – und warum eine fehlende Angabe bei uns als Minus zählt statt als neutral.
Kostenlose und anonyme Beratung in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Grenzen von Selbstsperren bei nicht konzessionierten Anbietern und welche Limits sich sofort im Konto setzen lassen.
Fünfundzwanzig Begriffe, die in fast jeder Bonusregel vorkommen. Wenn du sie kennst, brauchst du für die Prüfung eines Angebots keine fünf Minuten. Die ersten zwölf entscheiden über Geld, die übrigen erklären, wie das Angebot zustande kommt.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Umsatzbedingung | Auch Wagering oder Rollover. Der Faktor, mit dem Bonus oder Gewinn multipliziert wird, um den nötigen Gesamteinsatz zu ergeben. Entscheidend ist die Bezugsgröße: 40× auf den Bonus ist halb so viel Arbeit wie 40× auf Einzahlung plus Bonus. |
| Höchstauszahlung | Auch max. win oder max. cashout. Die Obergrenze dessen, was aus einem Bonus je ausgezahlt wird. Bei vielen Anbietern gilt sie auch nach vollständig erfüllter Umsatzbedingung weiter – dann verfällt alles darüber. |
| Höchsteinsatz | Auch max bet. Der maximal erlaubte Einsatz pro Drehung, solange eine Umsatzbedingung offen ist, meist 5 €. Ein einziger Verstoß kann Bonus und alle Gewinne kosten. Der häufigste Grund für gestrichene Auszahlungen. |
| Spielbeitrag | Wie viel ein Einsatz zur Umsatzbedingung beiträgt. Spielautomaten meist 100 %, Tischspiele und Live-Casino oft 10 % oder null. Wer am falschen Spiel umsetzt, braucht ein Vielfaches. |
| Bonuscode | Ein Kürzel, das bei der Einzahlung eingegeben werden muss. Ohne den passenden Code wird die Einzahlung ohne Bonus gebucht, und das lässt sich nachträglich meist nicht korrigieren. |
| Einsatzwert pro Freispiel | Der Geldwert einer Freidrehung, meist 0,10 € bis 0,20 €. Er bestimmt den Spielwert: 100 Freispiele à 0,10 € entsprechen 10 € Spielguthaben. |
| Frist | Die Gültigkeitsdauer eines Bonus. Läuft sie ab, verfällt in der Regel nicht nur der Bonus, sondern auch alles, was damit gewonnen wurde. Üblich sind 14 bis 30 Tage; drei bis fünf Tage sind streng. |
| Auszahlungslimit | Die Obergrenze pro Tag, Woche oder Monat – unabhängig vom Bonus. Ein beworbener Bonus, der über dem Wochenlimit liegt, lässt sich nicht in einem Stück abheben. |
| KYC | Know Your Customer. Die Identitätsprüfung vor der ersten Auszahlung: Ausweis, Adressnachweis, teils Nachweis des Zahlungsmittels. Pflicht aus der Geldwäscheprävention, kein Trick des Anbieters. |
| OASIS | Die deutsche Sperrdatei. Anbieter mit deutscher Konzession sind angeschlossen; eine Selbstsperre wirkt dort anbieterübergreifend. Anbieter ohne Konzession bieten nur kontobezogene Sperren. |
| RTP | Return to Player, die Auszahlungsquote eines Automaten, meist rund 96 %. Die Gegenrechnung ist der Hausvorteil von etwa 4 % – die Basis für jede Erwartungswertrechnung. |
| Sperrliste des Betreibers | Die Länder, aus denen ein Anbieter keine Konten annimmt. Sie kann von der Liste der bonusausgeschlossenen Länder abweichen; im Zweifel gilt die strengere. |
| Bonusguthaben | Der Teil des Kontostands, der aus dem Bonus stammt und noch einer Umsatzbedingung unterliegt. Er lässt sich nicht abheben. Erst nach Erfüllung wird er in Echtgeld umgewandelt – oder er verfällt. Manche Anbieter führen beide Töpfe getrennt und ziehen zuerst vom Echtgeld ab; dann verlierst du dein eigenes Geld, bevor der Bonus überhaupt angetastet wird. |
| Sticky Bonus | Ein Bonus, der selbst nie auszahlbar wird: Auszahlbar sind nur die Gewinne daraus, der Bonusbetrag wird beim Abheben abgezogen. Steht selten so im Titel, oft aber im Satz „the bonus amount will be deducted from your withdrawal“. |
| Reload-Bonus | Ein Einzahlungsbonus für Bestandskunden, meist wöchentlich oder an festen Wochentagen. Prozentual kleiner als der Willkommensbonus, in der Umsatzbedingung häufig deutlich besser – der Grund, warum die rechnerisch besten Angebote im Test keine Willkommensboni sind. |
| Cashback | Rückerstattung eines Teils der Nettoverluste eines Zeitraums. Entscheidend ist, ob sie als Echtgeld ohne Umsatzbedingung kommt oder als Bonus mit – der Unterschied zwischen einer echten Rückzahlung und einer weiteren Bonusaufgabe. |
| Ohne Umsatzbedingung | Auch wager-free. Gewinne sind sofort auszahlbar. Prüfe trotzdem zwei Dinge: ob eine Höchstauszahlung gilt und ob das Angebot erst ab einem Mindesteinsatz oder einer Mindesteinzahlung greift. Die drei Ausnahmen im Test stehen unter Bonus ohne Umsatzbedingung. |
| Restguthaben | Was übrig bleibt, wenn die Frist abläuft, ohne dass die Umsatzbedingung erfüllt ist. Zwei Varianten kommen vor: Nur der Bonus wird gestrichen – oder auch alle daraus entstandenen Gewinne. Welche gilt, steht selten deutlich in den Bedingungen; im Zweifel gilt die zweite. |
| Stufenpaket | Ein Willkommenspaket, das sich über zwei bis fünf Einzahlungen erstreckt. Jede Stufe hat eigene Umsatzbedingung und eigene Frist, und die Fristen laufen parallel. Rechne ein Stufenpaket nie als einen Bonus, sondern Stufe für Stufe. |
| Volatilität | Auch Varianz. Wie stark die Ergebnisse eines Automaten schwanken. Für eine Umsatzbedingung unter Zeitdruck ist niedrige Volatilität günstiger: Sie hält das Guthaben länger im Spiel. Sie ändert den erwarteten Verlust nicht, wohl aber die Wahrscheinlichkeit, die Bedingung überhaupt zu erreichen. |
| Jackpot-Ausschluss | Automaten mit progressivem Jackpot sind fast immer vom Bonusspiel ausgeschlossen oder tragen null zur Umsatzbedingung bei. Der Grund: Ihre Auszahlungsquote enthält den Jackpotanteil, der aus Sicht des Betreibers nicht bonusfähig ist. |
| Kontowährung | Die Währung, in der dein Guthaben geführt wird. Keiner der geprüften Anbieter führt Schweizer Franken – wer aus der Schweiz einzahlt, hat bei jeder Ein- und Auszahlung einen Umrechnungsschritt, dessen Kosten in keinen Bonusbedingungen auftauchen. Details unter Online Casino Schweiz. |
| Bonusmissbrauch | Sammelklausel für Verhalten, das ein Anbieter als Ausnutzen des Bonus wertet: mehrere Konten, abgestimmte Einsätze, systematisches Bespielen risikoarmer Kombinationen. Die Klausel ist meist weit gefasst und erlaubt es, Gewinne einzubehalten – lies sie, bevor du ein Angebot „optimierst“. |
| Selbstausschluss | Die Sperre des eigenen Kontos, entweder befristet oder dauerhaft. Bei Anbietern ohne DACH-Konzession wirkt sie nur beim jeweiligen Betreiber, nicht anbieterübergreifend. Was das praktisch bedeutet, steht unter Verantwortungsvolles Spielen. |
| Partnervergütung | Wie Seiten wie diese verdienen: CPA ist ein Festbetrag pro Anmeldung, RevShare ein Anteil an den Verlusten der vermittelten Spieler über die gesamte Laufzeit. Das Modell bestimmt, welchen Anreiz eine Vergleichsseite hat – bei RevShare zahlt sich ein Anbieter aus, bei dem Nutzer lange verlieren. Unser Umgang damit steht in den redaktionellen Grundsätzen. |
1. Höchstauszahlung. Sie ist die Obergrenze für alles, was passieren kann. Steht dort 50 €, ist die Freispielzahl fast gleichgültig.
2. Umsatzbedingung und Bezugsgröße. Multipliziere und vergleiche mit dem, was du realistisch umsetzt.
3. Frist. Teile den nötigen Umsatz durch die Tage. Wenn dabei mehr herauskommt, als du an einem Tag spielen würdest, ist das Angebot für dich nicht erfüllbar.
4. Höchsteinsatz und ausgeschlossene Spiele. Die zwei Regeln, an denen Gewinne nachträglich gestrichen werden.
5. Auszahlungslimits. Erst hier zeigt sich, ob ein großer Bonus überhaupt abholbar wäre.
Der Kurztest
Ein Angebot ist ernst zu nehmen, wenn die Umsatzbedingung bei 30× oder darunter liegt, die Frist mindestens 14 Tage beträgt und die Höchstauszahlung entweder fehlt oder deutlich über dem Bonus liegt. Fehlt eine dieser Angaben, rechne mit dem schlechtesten Fall – dorthin verlagert der Anbieter das Risiko. Wie sich das auf echte Angebote auswirkt, zeigen unsere vier Testberichte. Eigene Zahlen rechnest du im Bonus-Rechner durch.
Alles auf dieser Seite setzt voraus, dass du an die Bedingungen herankommst. Das ist nicht schwer, aber es ist absichtlich nicht bequem gemacht. Vier Stellen, an denen sie erfahrungsgemäß stehen:
Im Fußbereich der Betreiberseite, meist unter „Bonus Terms“, „Bonusbedingungen“ oder als Unterpunkt der AGB. Das ist die verbindliche Fassung. Direkt unter dem Angebot auf der Aktionsseite – oft nur eine Kurzfassung, die von der verbindlichen abweichen kann. In den allgemeinen Geschäftsbedingungen, Abschnitt „Bonuses“ oder „Promotions“; hier stehen die Regeln, die für alle Aktionen gelten, etwa Höchsteinsatz und Missbrauchsklausel. In der englischen Fassung, wenn die deutsche kürzer ist als die englische. Das ist häufiger der Fall als umgekehrt, und im Zweifel ist die englische die maßgebliche – ein Hinweis darauf steht meist in den AGB selbst.
Mach einen Screenshot mit Datum
Bonusbedingungen ändern sich ohne Ankündigung und ohne Versionsangabe. Wenn du ein Angebot annimmst, sichere die Bedingungen zu diesem Zeitpunkt – ein Screenshot oder ein PDF-Ausdruck der Seite genügt, und das Datum sollte darauf erkennbar sein. Bei einer Meinungsverschiedenheit über die Auszahlung ist das der einzige Nachweis, über den du selbst verfügst. Wir machen bei jeder Prüfung genau das; deshalb steht auf unseren Datenblättern ein Prüfdatum und keine Formulierung wie „immer aktuell“.
Widersprechen sich zwei Fassungen, gilt in der Praxis fast immer die für dich schlechtere. Genau so rechnen wir auch: Wenn Angebotstext und allgemeine Bedingungen unterschiedliche Umsatzfaktoren nennen, nehmen wir den höheren, schreiben den Widerspruch in den Testbericht und ziehen dem Anbieter Punkte bei der Transparenz ab. Bei drei der vier geprüften Anbieter war das nötig – die Details stehen jeweils im Abschnitt zur Umsatzbedingung des Testberichts.
Die Seiten dieses Ratgebers bauen aufeinander auf, auch wenn jede einzeln funktioniert. Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, hier die Reihenfolge, die sich in der Praxis bewährt hat.
Fang bei Was sind Freispiele? an. Dort steht die Unterscheidung, die alles andere trägt: Freispiele mit und ohne Einzahlung sind zwei verschiedene Produkte mit verschiedenen Risiken. Danach das Glossar oben – nicht auswendig lernen, sondern einmal durchlesen, damit die Begriffe nicht mehr fremd wirken. Dann eine einzelne Aktion mit dem Bonus-Rechner durchrechnen, am besten eine, die du gerade irgendwo beworben siehst. Die Erfahrung, dass eine große Werbezahl beim Nachrechnen klein wird, ist lehrreicher als jeder Text.
Dann liegt die Ursache mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer von drei Regeln, und alle drei stehen unter Die Umsatzbedingung verstehen: die Bezugsgröße, der Spielbeitrag, der Höchsteinsatz. Der Höchsteinsatz ist dabei der häufigste Einzelgrund – ein Verstoß, oft unbeabsichtigt bei einer automatischen Einsatzerhöhung, kann Bonus und Gewinne kosten. Lies danach Auszahlung und Verifizierung, damit die nächste Auszahlung nicht am Papierkram hängt.
Dann brauchst du kein weiteres Grundlagenwissen, sondern ein Verfahren. Unseres steht offen unter Wie wir bewerten: sechs Kriterien, feste Gewichtung, eine komplett durchgerechnete Note. Du musst unsere Gewichtung nicht übernehmen – aber du solltest überhaupt eine haben, sonst entscheidet die Reihenfolge einer Liste für dich. Die konkreten Angebote stehen in den vier Testberichten.
Dann ist keine dieser Seiten die richtige. Verantwortungsvolles Spielen enthält kostenlose, anonyme Beratungsnummern für Deutschland, Österreich und die Schweiz und erklärt, welche Sperren und Limits sich sofort setzen lassen – und welche bei Anbietern ohne DACH-Konzession nicht greifen. Auf dieser Seite steht keine Werbung.
Über diesen Ratgeber verteilt tauchen immer dieselben Schwellenwerte auf. Hier stehen sie zusammen, mit der Angabe, woher jeder kommt – damit du unterscheiden kannst, was gerechnet und was gesetzt ist.
| Wert | Richtwert | Herkunft |
|---|---|---|
| Kippstelle der Umsatzbedingung | 25× | Gerechnet: bei 4 % Hausvorteil entspricht 25-facher Umsatz genau der Bonushöhe. |
| Als fair geltende Umsatzbedingung | bis 30× | Marktbeobachtung, gesetzte redaktionelle Schwelle. |
| Marktschnitt Umsatzbedingung | 30–35× | Marktbeobachtung über Willkommenspakete hinweg. |
| Umsatzbedingung im Test | 40× und 45× | Aus den Bonusbedingungen der vier geprüften Anbieter. |
| Auszahlungsquote als Rechengrundlage | 96 % | Standardwert; Spanne im Markt etwa 94 bis 97 %. |
| Höchsteinsatz während der Umsatzphase | meist 5 € | Aus den Bonusbedingungen; einzelne Anbieter setzen weniger an. |
| Als brauchbar geltende Frist | ab 14 Tagen | Gesetzte Schwelle; im Test liegen die Fristen bei 3 und 5 Tagen. |
| Höchstauszahlung bei Angeboten ohne Einzahlung | 50–100 € | Marktüblich; im Test dokumentiert mit 50 €. |
| Mindesteinzahlung im Test | 20 € | Aus den Bedingungen der geprüften Anbieter. |
| Offene Kennzahlen im Test | 29 | Summe der undokumentierten Werte über alle vier Anbieter. |
Der Unterschied zwischen den Zeilen ist wichtig: Gerechnete Werte wie die Kippstelle bei 25× folgen aus der Formel und sind nicht verhandelbar. Gesetzte Schwellen wie „bis 30× gilt als fair“ sind redaktionelle Entscheidungen – begründbar, aber nicht beweisbar. Und Werte aus den Bedingungen gelten nur für das Prüfdatum, das auf dem jeweiligen Datenblatt steht.
Jeder dieser Sätze klingt plausibel und ist in dieser Form falsch. Sie halten sich, weil sie in Werbetexten und in Foren gleichzeitig vorkommen.
„Ein höherer Prozentsatz ist ein besserer Bonus.“ Der Prozentsatz bestimmt die Höhe, die Umsatzbedingung die Kosten. Ein 200-%-Bonus mit 45-facher Bedingung ist rechnerisch schlechter als ein 50-%-Bonus mit 5-facher Bedingung – nachgerechnet im Abschnitt Die vier Angebote im Test.
„Freispiele ohne Einzahlung sind risikolos.“ Kein eigenes Geld im Spiel, das stimmt. Aber die Anmeldung hinterlässt ein verifiziertes Konto bei einem Anbieter, dem du gerade Ausweisdaten gegeben hast, und der Weg von 100 Gratisdrehungen zur ersten Einzahlung ist genau der, den das Angebot bezahlen soll. Das ist kein Argument dagegen – aber „risikolos“ ist es nicht.
„Ein Automat, der lange nicht ausgezahlt hat, ist bald fällig.“ Jede Drehung ist unabhängig von allen vorherigen. Es gibt keinen Zustand, der sich aufbaut. Diese Vorstellung – der sogenannte Spielerfehlschluss – ist der Mechanismus hinter den meisten Verlusten, die höher ausfallen als geplant.
„Eine hohe Auszahlungsquote bedeutet, dass ich gewinne.“ 96 % RTP heißt, dass langfristig 4 % des gesamten Umsatzes beim Betreiber bleiben. Bei 9.000 € Umsatz sind das 360 €. Die Quote sagt, wie schnell Geld verschwindet, nicht ob.
„Wenn die Umsatzbedingung erfüllt ist, kann ich alles abheben.“ Nur wenn keine Höchstauszahlung gilt. Bei einem Deckel vom Fünffachen des Bonus ist alles darüber weg, auch nach vollständig erfülltem Umsatz. Und selbst dann greifen noch die Auszahlungslimits pro Woche und Monat.
„Große Anbieter sind sicherer.“ Größe ist keine Aufsichtskategorie. Entscheidend ist, welche Behörde zuständig ist, ob die Lizenznummer nachprüfbar ist und ob es einen Beschwerdeweg gibt. Ein kleiner Anbieter mit zitierbarer Lizenz und vollständigen Bedingungen ist in dieser Hinsicht besser aufgestellt als ein großer mit unbekannten.
„Vergleichsseiten sind unabhängig.“ Praktisch keine ist es, diese eingeschlossen: Wir verdienen an Anmeldungen über unsere Links. Die Frage ist nicht, ob eine Seite verdient, sondern ob sie es sagt und ob ihr Urteil trotzdem nachprüfbar ist. Unsere Gewichtung steht offen, unsere schlechteste Note gilt einem Partnerangebot, und wovon wir leben steht unter Über uns.
Bis etwa 30-fach gilt ein Angebot als fair, 30- bis 35-fach ist Marktschnitt. Ab 40-fach wird es rechnerisch schwierig: Bei 40× liegt der erwartete Verlust während der Umsatzphase beim 1,6-Fachen des Betrags, bei 45× beim 1,8-Fachen. Alle vier von uns geprüften Anbieter liegen bei 40× oder 45×.
Die Drehungen kosten kein eigenes Geld – das stimmt. Die Auszahlung eines Gewinns ist aber fast immer an Umsatzbedingung, Frist und einen Höchstbetrag von meist 50 € bis 100 € gebunden. Kostenlos ist der Versuch, nicht der Gewinn. Die ausführliche Rechnung steht unter Freispiele ohne Einzahlung.
Zwei mögliche Gründe. Entweder spielst du an einem Automaten, der vom Bonusspiel ausgeschlossen ist – solche Listen umfassen teils Dutzende Titel und alle Jackpot-Slots. Oder das Spiel hat einen geringen Spielbeitrag: Tischspiele und Live-Casino zählen oft nur 10 % oder gar nicht.
Bei vielen Anbietern ja, solange du noch nicht mit dem Umsetzen begonnen hast. Zugehörige Freispiele verfallen dann allerdings mit, weil sie Teil des Einzahlungsbonus sind. Wer nur einzahlen und zügig wieder auszahlen will, fährt oft besser, den Bonus gar nicht anzunehmen – beachte aber, dass viele Anbieter verlangen, jede Einzahlung mindestens einmal umzusetzen.
Das hängt vom Angebot ab, und es ist der Fehler mit den geringsten Heilungschancen: Wird eine Einzahlung ohne den nötigen Code gebucht, lässt sie sich in der Regel nicht nachträglich einem Bonus zuordnen. Prüfe deshalb vor dem Abschluss der Einzahlung, ob im Kassenbereich ein Codefeld steht und ob dein Code dort eingetragen ist. Bei den von uns geprüften Anbietern stehen die Codes in den Datenblättern der Testberichte.
Echtgeld kannst du jederzeit abheben, Bonusguthaben nicht – es wird erst nach erfüllter Umsatzbedingung umgewandelt. Wichtig ist die Frage, aus welchem Topf gespielt wird: Ziehen Einsätze zuerst vom Echtgeld ab, verlierst du dein eigenes Geld, bevor der Bonus angetastet wird. Steht dazu nichts in den Bedingungen, ist das eine Lücke, die wir als Abzug behandeln.
Rechnerisch nur, wenn die Umsatzbedingung unter etwa 25-fach liegt – das ist die Stelle, an der der erwartete Verlust während der Umsatzphase gerade dem Bonus entspricht. Darüber ist der Bonus im Durchschnitt ein Aufschlag auf die Spielzeit, keine Zugabe. Wer einzahlen und zügig wieder auszahlen möchte, fährt ohne Bonus häufig besser – vorausgesetzt, der Anbieter verlangt nicht, jede Einzahlung mindestens einmal umzusetzen.
Die Bearbeitung selbst dauert je Anbieter zwischen einer Stunde und fünf Werktagen. Davor liegt einmalig die Identitätsprüfung mit Ausweis und Adressnachweis, für die du ein bis drei Werktage einplanen solltest. Wie schnell die von uns geprüften Anbieter sind, steht im jeweiligen Testbericht unter „Ein- und Auszahlung“.
Wenn du diesen Ratgeber einmal durchgearbeitet hast, brauchst du unsere Noten nicht mehr, um ein Angebot einzuschätzen – du kommst mit Höchstauszahlung, Umsatzbedingung, Bezugsgröße und Frist zu deinem eigenen Ergebnis. Genau das ist das Ziel: Eine Vergleichsseite, die dich abhängig von ihrer Reihenfolge macht, hat ihre Aufgabe nicht erfüllt.